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Mai
2016
  • Erik und Marius wollen`s wissen
     

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    Nicht jeder bringt so viel Mut auf, eine Herausforderung anzunehmen, von der er weiß: Hier hängen die "Trauben" besonders hoch. Beide haben sich für die 2016er Deutschland-Cup- Wettbewerbe der Triathlon-Jugend angemeldet. Dort treffen sie auf Starterfelder, die doppelt so groß und weitaus stärker sind als in der Mitteldeutschen Rangliste oder im Brandenburg-Cup. Eine solche Entscheidung setzt tägliches Training nach Plan und den starken Willen, Belastung und Trainingsumfang klug zu steigern voraus. Erstes Gebot dabei ist, gesund zu bleiben. Denn Krankheitsausfälle stoppen die kontinuierliche Leistungsentwicklung.
    Bei Marius Neuber lief das glatt. Erik Modlich erlitt zwischendurch einen Armbruch, der ihm zusätzliche Probleme bereitete. Doch er bewies sich und anderen, dass Hindernisse da sind, um überwunden zu werden. Sein Ziel war, noch besser zurechtzukommen als 2015, obwohl er in der neuen Jahrgangsklasse die doppelten Distanzen zu absolvieren hat. Geprobt hatte er bereits bei der Tria-Hatz im April für den 1. Deutschland-Cup 2016 im Baden- Württembergischen Forst. Wer ihn dort unter den 57 Teilnehmern dicht gedrängt am Schwimmstart erblickte, denkt, er hat sich falsch eingeordnet indem Groß-Männerfeld. Denn Erik`s Altersklasse Jugend A zeigt noch deutliche Unterschiede beim Wachsen und Werden auf.
    Dementsprechend haben sich die Zarteren bereits beim Schwimmen 750 m lang in 18 Grad Wassertemperatur gegen die breiten Schultern und langen Arme und Beine zu behaupten. Erik rannte nach 9:48 min als 35. seinem Rennrad entgegen, entledigte sich seines Neos (Kälteschutzanzug) und fuhr los. Er fand sich in einer Radgruppe wieder, mit der er die 20 km gut mit hielt. Unterwegs wurde ihm klar, dass es die dritte Radgruppe war und die ersten beiden Gruppen deutlich weit weg waren. Statt es einfach laufen zu lassen, zeigte Erik jedoch Kampfgeist, denn er wollte eine deutlich bessere Laufleistung schaffen als bisher. Dafür hatte er hart trainiert. Nach 29:36 min waren die 20 Rad-km geschafft . Mit dieser Zeit ordnete er sich als 31. ein. Nun konnte die 5-km- Hatz beginnen. In Finsterwalde war er diese 5 km hintendrauf in 19 min gelaufen, was ihn nicht zufriedengestellt hatte. In Forst trieb ihn sein Kampfgeist und auch das Fluidum zu einer persönlichen Bestleistung, über die sich außer Erik auch alle seine Mitstreiter freuen: 17:19 min!!! Damit hatte er sein Ziel die deutliche Verbesserung zum Vorjahr erreicht und ist mit Gesamtplatz 33 hoch zufrieden.

    Marius Neuber ist Debütant im Deutschland-Cup. Sein Ziel war, in der ersten Hälfte ankommen und mit den ungewohnten Gegebenheiten zurechtkommen. Doch schon beim Schwimmen merkte er, dass die Orientierung unter 55 dicht beieinander schwimmenden schnellen Leuten mehr Erfahrung braucht als er bis dahin hatte. Doch Marius sieht solche Situationen nicht verzweifelt, sondern als Impuls. Seine 400 Schwimm-Meter beendete er zum Rad sprintend mit einer ersten Aufholjagd zu vor ihm Laufenden. Auf dem Rad ließ er sich auch durch Stürze anderer Teilnehmer nicht irretieren und vertraute seinem Können. Er war als 40. aus dem Wasser gekommen und fuhr die 29. Radzeit ! Seinen anschließenden 2,5- km- Lauf beendete er nach 8:51 min und lief als 27. in sein erstes Deutschland-Cup-Ziel.

    Beide werden noch in Bocholt und Nürnberg diesen Cup vervollständigen, wobei es in Nürnberg am 23.7. 2016 um die Deutsche Meisterschaft geht.
    Marlies Homagk